OUTART

Youth learning path through rehabilitative outsider art-photo

OUTART Projekt

OUTART ist ein Projekt, das auf der Idee basiert, mit Hilfe der "Outsider Art"-Fotografie benachteiligte junge Menschen zu stärken. Outsider Art ("Außenseiter-Kunst") geht über die Grenzen der Schulbildung oder Ausbildung hinaus und fördert die persönliche Ausdrucksfreiheit. Die Fotografie bietet die Möglichkeit zu träumen und durch eine kreative Erfahrung persönliche Stärken zu entwickeln. Kunst ist eine andere Art der Sprache und ein Kommunikationsmittel, das die Möglichkeiten und Methoden der Selbstentfaltung erhöht. Kunst kann eine therapeutische Wirkung haben und durch die Förderung von Selbstreflexion, Selbstentfaltung und Selbsterforschung zur Verbesserung des körperlichen und geistigen Wohlbefindens beitragen. Die außerschulische Bildung durch Kunst arbeitet sowohl auf den Erwerb fotografischer Fähigkeiten, als auch auf den Abbau sozialer Ungerechtigkeit durch aktive Bürgerschaft und neue Kommunikationsmöglichkeiten hin.

Ziel des OUTART Projektes ist es, benachteiligten oder behinderten Jugendlichen sowie Jugendarbeitern neue Methoden und Fähigkeiten des Ausdrucks und zur persönlichen Entwicklung aufzuzeigen. Um dies zu erreichen, hat OUTART sich zum Ziel gesetzt:

  • Alternative Kommunikationsmethoden mittels Fotografie zu erlernen und zu erforschen

  • Jugendlichen ein Umfeld zum Ausdruck und zur Reflexion zu gestalten, das die interaktive Kommunikation fördert

  • Benachteiligten jungen Menschen Möglichkeiten an die Hand zu geben und sie aus dem Schatten treten zu lassen

Die Hauptaktivitäten von OUTART sollen sich an mehr als 100 junge Menschen aus fünf europäischen Ländern richten. In Zusammenarbeit mit 20 Jugendarbeitern erlangen diese jungen Menschen technische Fähigkeiten im Bereich Fotografie und durchlaufen gleichzeitig einen kreativen Prozess, der inspiriert und motiviert.

  1. Kulturelle Aktivitäten sind ein wichtiger Aspekt um ein breiteres kulturelles Denken zu fördern und den künstlerischen Standpunkt zu untersuchen. Junge Menschen entwickeln ein Gefühl dafür, sich in Dinge hinein zu versetzen und sich ihrer Selbst bewusst zu sein, wenn sie die Dinge aus der Sicht des Künstlers betrachten und Motive und Ziele hinterfragen. Galerie- und Museumsbesuche, die Teilnahme an Vor-Ort-Workshops mit der Gruppe, die Lektüre von Büchern und Kunstzeitschriften, Videos und Bildprojektionen etc. unterstützen die Förderung des Kulturbewusstseins der jungen OUTART Teilnehmer.

  2. Der Erwerb technischer Grundfertigkeiten sind ein grundlegendes Element der gestalterischen Freiheit beim Fotografieren. Zur Vermittlung dieser Fähigkeiten werden vier praktische Trainingseinheiten erarbeitet, die die Themen "Umgang mit Kamera und Fotografieausrüstung", "Aufnahm künstlerischer Fotografien", "Bearbeitung von Fotos" etc. beinhalten. Jede Einheit besteht aus einem theoretischen Teil, im Anschluss dessen die Teilnehmer die erlernten theoretischen Überlegungen mit den Kameras in die Praxis umsetzen.

  3. Die Aktivitäten sind in 6 Workshops unterteilt, um Kreativität durch persönlichen und künstlerischen Ausdruck zu ermöglichen. Die Jugendlichen selbst schlagen die Themen zu den Workshops vor; die Partner wählen dann zur Abstimmung zwischen den einzelnen Ländern aus diesen Vorschlägen aus. Die Gestaltung der Workshops zielt darauf ab, den Fokus auf ein bestimmtes Interessengebiet zu legen und das breite Spektrum an fotografischen Fähigkeiten zu nutzen, die die jungen Menschen erlernen. Jeder Workshop ist ein Versuch zur Förderung zwischenmenschlicher Kommunikation, zum Erwerb neuer Fähigkeiten, zur Entwicklung von Fähigkeiten zur Selbsteinschätzung, zur Förderung von Kreativität und Reflexion und zur Vermittlung des Gefühls, Teil eines Teams zu sein. Die jungen Menschen befinden sich fortwährend in der Situation Entscheidungen treffen zu müssen, die ihnen die Selbstständigkeit und die Möglichkeit abverlangt, Gefühle durch kreative Fotografie auszudrücken.

  4. Fotoausstellungen bieten den jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Kreativität unter Beweis zu stellen und ihre Arbeit einem breiteren Publikum zu präsentieren. Jedes Land organisiert vor Ort eine Fotoausstellung, die der Öffentlichkeit die kreativen und künstlerischen Fotografien der einzelnen Teilnehmer vor Augen führt. Am Ende des Projektes findet eine internationale, europäische Fotoausstellung in Deutschland statt. Diese Ausstellung ist sowohl für Teilnehmer des Projekts als auch für Nicht-Teilnehmer zugänglich; ein Teil der Ausstellung wird jenen Fotografien gewidmet sein, die in den einzelnen Teilnehmerländern als beste Fotografien ausgewählt wurden, die im Rahmen dieses Projektes entstanden. Das beste Foto des Projekts und der "open call group" wird jeweils prämiert; die beiden Preisträger werden anlässlich der Preisverleihung zur Ausstellung bekannt gegeben. Darüber hinaus gibt es einen Publikumspreis, ein öffentliche Abstimmung über Facebook sowie einen Preis der Jury. Die Jury besteht aus jungen Menschen, die an den Workshops teilgenommen haben und nun in die ihnen neue Rolle als Experten für Fotografie schlüpfen.

Follow OutArt Project